Das Red Square Festival findet
am 2. und 3. Oktober 2020
in der Kulturfabrik Moabit statt
Im Angesicht von Covid-19 mussten wir viele Veranstaltungen absagen und stattdessen Filmvorführungen und Workshops online halten. Besonders schwierig war es, eine Entscheidung über das Red Square Festival zu treffen. An seiner Vorbereitung waren mehr als 100 Musiker*innen, Künstler*innen, Aktivist*innen und Freiwillige aus 5 Ländern beteiligt. Aufgrund der drohenden Ausbreitung von Covid-19 haben wir entschlossen, das Festival von Mai auf Oktober zu verschieben.

Das Red Square Festival findet am 2. und 3. Oktober 2020 in der Kulturfabrik Moabit statt.

Wir werden den Großteil des angekündigten Programms, u.a. Ausstellungen, Filme, Performances und Diskussionen präsentieren. Neuigkeiten und Vorstellungen von Projekten werden weiterhin auf der Website und Facebook erscheinen. Im nächsten Newsletter werden wir Euch mehr über die Formate und Details des musikalischen Lineups erzählen.

Alle zuvor gekauften Tickets bleiben gültig und der Verkauf ermäßigter Tickets wird bis August verlängert. Wenn Ihr nicht in der Lage seid, an den neuen Terminen des Festivals teilzunehmen, könnt Ihr eine Rückerstattung über Eventbrite beantragen. Wir würden uns freuen, wenn Ihr die Karten behaltet — so können wir Künstler*innen und die Kulturfabrik Moabit, die eine schwierige Zeit durchmachen, voll und ganz unterstützen.

Es war sehr schwierig für uns, diese Entscheidung zu treffen. Trotz der angekündigten Aufhebung des Verbots von Veranstaltungen für bis zu 1000 Personen nach dem 31. August können wir noch nicht hundertprozentig sicher sein, dass wir das Festival im Herbst in vollem Umfang durchführen können. Gleichzeitig können wir diese Entscheidung nicht länger aufschieben, denn wir haben eine Verantwortung gegenüber den Teilnehmer*innen, Partner*innen und Euch allen, die unsere Initiativen in Berlin und Osteuropa in den letzten Jahren unterstützt haben. Während der Quarantäne stehen der zivile Sektor, kulturelle Initiativen, Theater und Galerien vor großen Schwierigkeiten. Wir wollen diese mit unserem Festival unterstützen und geben uns viel Mühe, um das Festival so gefahrlos wie möglich zu gestalten.

Das Programm mit Ausstellungen, Performances, Filmvorführungen, Diskussionen und Workshops wird beibehalten. Wir sind derzeit aktiv auf der Suche nach alternativen Formaten für Konzerte und hoffen, dass sich die Situation bis Oktober verbessert und die Bewegungsbeschränkungen aufgehoben werden. In dieser Zeit bitten wir Euch, geduldig zu sein und unnötige Reisen sowie Treffen in großen Gruppen zu vermeiden. Ihr kennt bestimmt schon viele virtuelle Orte, an denen Ihr tanzen und Bier trinken könnt.

Wir haben schon einige von den Festivalveranstaltungen online durchgeführt, und das war sehr cool! Im März gab es ein Streaming des ukrainischen Mockumentary "2020 Deserted Country" sowie Q&A mit dem Regisseur Kornei Gritsyuk in Kooperation mit dem Ukrainischen Kinoklub in Berlin. Im April gab es eine Vorführung eines Roadmovies "bye bye baby" über Kasachstan und anschließend eine Online-Diskussion mit der Filmregisseurin Julia Boxler, der Soziologin Marit Kremer und Edwin Warkentin aus dem Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte. Am 2. Mai laden wir Euch zum Kitchentalk über urbanen Aktivismus (auf Russisch) zusammen mit Lena Stein (CISR e.V.) und Barbara Anna Bernsmeyer (ZK/U) ein. Folgt uns auf Instagram und Facebook! ️

Für uns ist das Red Square Festival ein unkommerzielles Projekt, das jedes Jahr finanzielle Löcher im Budget der Organisatoren Dekabristen e.V. hinterlässt. Aber wir glauben an seinen Wert als unabhängige Plattform für Dialog, Austausch und die Suche nach neuen Partnern für Projekte im Bereich der kritischen Kunst und des Bürgeraktivismus in Deutschland, Russland und Osteuropa. Wir glauben an Solidarität ohne Grenzen und danken Euch für Eure Unterstützung!