Festival für Aktivismus und kritische Kunst Osteuropas
GESCHEITERTE REVOLUTION?
In der Ausstellung "2012. Gescheiterte Revolution?" dokumentiert der Moskauer Filmemacher und Kurator Evgeny Mitta die Protestbewegung in Russland in den Jahren 2011-2012. Wovon waren die Demonstrationen 2011-2012 geprägt und wie unterscheiden sie sich von den Protesten der letzten Jahre? Mehr dazu in der Multimedia-Ausstellung sowie in den Dokumentarfilmen und Podiumsdiskussionen auf dem Festivalgelände.
Film "Ayka" erzählt die Geschichte einer jungen Kirgisin in Moskau. Regisseur Sergey Dvortsevoy beschreibt sein Werk mit den Worten: "Dieser Film handelt nicht nur von den Kirgisen, sondern von Migranten in allen Ländern, von Menschen ohne Rechte". Nach der Filmvorführung am 26. März folgt das Gespräch über Migration in Osteuropa und Zentralasien.
UA 2020 #DESERTEDCOUNTRY
2020 / KYJIW
Regisseur Korney Gritsyuk wird seine Mockumentary aus dem Jahr 2018 vorstellen. Nach der Öffnung der Grenzen verlassen fast alle Einwohner_innen die Ukraine in wenigen Tagen. Ein kanadischer Regisseur mit ukrainischen Wurzeln macht sich auf den Weg, um Interviews mit denjenigen aufzunehmen, die geblieben sind.
Galina Ozeran aka Chikiss wurde im belarussischen Witebsk geboren und lebt seit 2015 in Berlin. Die experimentierfreudige Sängerin produziert eigene Samples, Effekte und Beats und spielt alle Synthesizer- und Elektronik-Parts live. So entstehen hypnotische Klangkaskaden, die von einem Piano oder einer elektrischen Orgel begleitet werden.
Die Sängerin und Produzentin Natalia Kunitskaja aka Mustelide kommt aus Belarus, lebt und wirkt seit ein paar Jahren in Berlin. Am 16. Mai präsentiert sie ihr neues Album "Ginseng Woman", das zu einem der 15 besten Indie Rock Alben 2019 in Russland gekürt wurde. Sie kreiert intelligente Popmusik bestehend aus eingängigen Samples, analogen Synthesizern und Gesang in russischer Sprache.
Der Ruf über Marzahn geht bereits über die Grenzen Deutschlands hinaus und inspiriert das experimentelle Duo Pawel Pakhomov und Nina Frolova, die Plattenbau-Ästhetik neu zu überdenken. Ihre Musik ist von mehr als dem Namen geprägt und repräsentiert eine Mischung aus griffigem Industrial-Synthpop, monotonem Krautrock und New-Beat. Nach Auftritten bei Forma, Richterfest und Bol' in Moskau bringt Marzahn ihre experimentelle Musik zum Red Square Festival nach Berlin.
MARZAHN / MOSKAU
Nach dem Russendisko mit Wladimir Kaminer in 2018 kommt Dikoe Disco zum Red Square Festival in 2020. Das ist ein Format der "real disco" aus St. Petersburg. Kostüme, Dekorationen, heiße Tänze und Medljaki, sowie die besten Pop-Lieder der neunziger und 2000-er. Kurzum: alles, was du auswendig kennst, die besten Hits aus deiner Guilty-Pleasure-Jukebox.
DIKOE DISCO / ST. PETERSBURG
RUSSISCHES BERLIN 1920-2020
RAVE #228: IMMERSIVE PERFORMANCE-PROMENADE
"Rave #228" ist die sog. Performance-Promenade über Drogenkonsum und die fingierten Verurteilungen anhand des Artikels 228 des russischen StGBs („Illegale Erwerb, Lagerung, Transport, Herstellung, Verarbeitung von Suchtstoffen"). Dieses Stück zum Thema "Krieg gegen Drogen in Russland" wird von der Aktionskünstlerin Katrin Nenaschewa, Diana Meyerhold, und Konstantin Tschaplij mit musikalischer Unterstützung von der Band "Starost'" präsentiert.
Seit über 10 Jahren entwickelt sich eine freie Rap-Szene in der russischsprachingen Community. Sie veranstalten Rap-Battles und kleine DIY-Festivals im Westen und in Berlin. Die russischsprachigen Deutschen rappen über die Politik im Osten und Westen, über ihre Identitaten und den Alltag in der neuen Heimat. Eines der größten Projekte ist das Rap-Festival Borschtsch, das auf dem Red Square wieder ein Kurzprogramm mit Battles und Live-Acts u.a. von Special Guests aus Köln und St.Petersburg präsentiert.
Das Tanzduo Isadorino Gore wurde von Alexandra Portyannikova und Daria Blokhova, Absolventinnen der Vaganova-Akademie des Russischen Balletts gegründet. Auf dem Festival werden die beiden ihre Soloauftritte präsentieren: Sasha stellt ihre Arbeit über die persönliche Erinnerung und ihren Platz in der historischen Erzählung vor, Dasha wird eine Performance über Körpermutation und Demonstration von Sexualität aufführen.
ISADORINO GORE
Bügeleisen, Tüte, Hammer. "Weschtschdok" (dt. Beweisstück) ist eine Ausstellung über Hassverbrechen gegen die LGBT-Szene in Russland, kuratiert von Polina Zaslawskaja. Die grafische Serie von Werken der Künstlerin aus St. Petersburg illustrieren die kritische Situation von häuslicher Gewalt und die Atmosphäre des Hasses gegen Menschen, die anders aussehen, anders leben und anders lieben. Nach der Ausstellungseröffnung am 15. Mai spricht Polina mit Quarteera e.V. über die Menschenrehctslage in Russland.
BEWEISSTÜCK: HATE CRIME IN RUSSLAND
Dichter_innen mit (queer)feministischen Hintergrund aus der Ukraine, Belarus, Russland, Deutschland und Belgien stellen ihre Werke vor. Im Anschluss an die Lesungen findet eine Diskussion über die Rolle der politischen Position in der künstlerischen Arbeit und der (queer)feministischen Kunst im postsowjetischen Raum und darüber hinaus statt. Die Lesungen findet im Rahmen des Projektes Bridging Feminisms statt.
FEMINISTISCHE LESUNGEN
Der DRA e.V. und Memorial Deutschland laden die Festivalgäste in die „Fishbowl": Diskutieren Sie gemeinsam mit internationalen Expert_innen zum Thema Elitenaustausch vs. Elitenreproduzierung nach 1989/1991 und bringen Sie Ihre eigenen Gedanken und Erfahrungen mit in die Runde.
DIE LETZTEN WERDEN DIE ERSTEN SEIN?
Das Berliner Kollektiv MIRMIX Orkeztan bringt mit seiner Musik einen bunten Genre-Mix auf die Bühne und überwindet alle sprachliche und kulturelle Grenzen.
MIRMIX ORKEZTAN
Das Red Square Festival findet am 15.-16. Mai in sechs Locations der Kulturfabrik Moabit in Lehterstr. 35, 10557 Berlin statt. Das Festival-Ticket gilt für alle Veranstaltungen an beiden Tagen. Gruppen- und Familientickets können nach der "Early-Bird-Aktion" ab 16. März auf Eventbrite erworben werden. Falls es nach dem Online-Verkauf Tickets übrig bleiben, werden sie an beiden Festivaltagen auch an der Abendkasse angeboten.
Anlässlich des Jubiläums 100 Jahre Groß-Berlin präsentiert das Projekt russkij.berlin die Geschichte der russischen Einwanderer in der deutschen Hauptstadt. In den 1920er Jahren nahm Berlin fast eine halbe Million russischer Flüchtlinge auf, darunter auch prominente Künstler_innen, Dichter_innen und Musiker_innen. In 2020 haben über 150.000 Berliner_innen ihre Wurzel in der Sowjetunion. Wer sind sie? Welche Sprache sprechen sie? Was bewegt sie? Das Projekt des Dekabristen e.V. visualisiert auf der Stadtkarte die Hotspots des russischen Berlins und sucht in Lesungen, Rap-Battles, Workshops und Podiumsdiskussionen auf dem Red Square Festival nach den Identitäten russischsprachiger Berliner_innen und ihrer Einflüsse auf die Kultur und Politik in Deutschland und ihren Heitmatländern.
AUSSTELLUNG
LIVE-ACT
PERFORMANCE
AUSSTELLUNG
LIVE-ACT
LIVE-ACT
FILM
TANZPERFORMANCE
LESUNGEN & SLAM
LIVE-ACT
FILM
DISKUSSION
DISKUSSION
DJ-SET
DISKUSSION
Die experimentelle Kooperative "Techno-Poesie" aus St.Petersburg mischen ihre poetische Texte mit Techno, queer Hip-Hop, politischem Rap, post-lyrischen Liedern, sozialem Synth-Pop und Hardcore.

Die Mitglieder.innen der Kooperative – Marina Shamova, Roman Osminkin, Anton Komandirov und Anastasia Vepreva arbeiten genre- und stilübergreifend und probieren verschiedene Methoden von Sprach- und Gesangsarten aus. Mit Themen, die von queerer Ästhetik und nicht-normativen Körpern bis hin zu politischem Aktivismus, Prekarität, Antifaschismus und Antisexismus reichen, haben die Texte der Gruppe immer einen feministischen Fokus, und tretten sich gegen Gewalt und toxische Kommunikation auf.

Techno-Poesie spielt in Clubs und auf der Straße, vor der Polizei und bei Solidaritätsaktionen. Die Kooperative hat an mehreren Festivals in Russland, Finnland, Deutschland, Polen und Frankreich teilgenommen. Sie verteilen falsche Flugblätter über die kommende Revolution und verhalten sich im Allgemeinen so, als befänden sie sich tatsächlich im Epizentrum des Klassen- und Geschlechterkampfes.
LIVE-ACT
Im Angesicht von Covid-19 haben wir uns entschlossen, das Red Square Festival von Mai auf den 2. und 3. Oktober 2020 in der Kulturfabrik Moabit zu verlegen. Mehr dazu
TICKETS
VERANSTALTUNGSORT
Das Festival findet an einem besonderen Ort in Berlin statt — die Kulturfabrik Moabit.

Die ehemalige Nähfabrik wird von einem ehrenamtlichen Team der Bezirks Einwohnern betrieben. Sie veranstalten regelmäßig Konzerte, Filmvorführungen, Theateraufführungen, Festivals und kreative Workshops. Die Kulturfabrik Moabit vereint industriellen Charme mit Berliner Flair, liegt in Moabit und eignet sich somit perfekt für ein multikulturelles Festival. Das Red Square Festival steht für das Konzept des cross-kulturellen Dialogs, der Verbindung von politischer Bildung, Kunst, Engagement und Party und hat in der Kulturfabrik Moabit auch in dieser Hinsicht den idealen Ort für die Veranstaltung gefunden.
Foto: Stefan Brenn
Newsletter
Partner