Festival für Aktivismus und kritische Kunst Osteuropas
Online-Tickets sind ausverkauft. Es wird Abendkasse mit einem begrenzten Ticketkontingent geben. Wir gehen aber davon aus, dass auch Tagestickets sehr schnell ausverkauft sind, und empfehlen euch möglichst früh zu kommen. Wir wollen die Teilnahme an dem Festival ermöglichen und werden einige Diskussionen und Konzerte im Zoom und/oder auf unserer Facebookseite live streamen. Mehr Informationen findet Ihr im Programm, in der Beschreibung jeder Veranstaltung mit Kennzeichnung livestream.

Zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie haben wir ein Hygiene- und Schutzkonzept für das Festival entwickelt, über das wir euch vor Ort durch Aushänge umfassend informieren werden. Demzufolge haben wir uns auch dazu entschieden, die Teilnahme an der Veranstaltung mit einer begrenzten Besucherzahl und mit einer Online-Anmeldung einzurichten.
In der Ausstellung "2012. Gescheiterte Revolution?" dokumentiert der Moskauer Filmemacher und Kurator Evgeny Mitta die Protestbewegung in Russland in den Jahren 2011-2012. Wovon waren die Demonstrationen 2011-2012 geprägt und wie unterscheiden sie sich von den Protesten der letzten Jahre? Mehr dazu in der Multimedia-Ausstellung sowie in den Dokumentarfilmen und Podiumsdiskussionen auf dem Festivalgelände.
AUSSTELLUNG, 17. SEPTEMBER — 3. OKTOBER
Ein ganzes Land in Aufruhr. Tausende Belarussen demonstrieren seit 9. August täglich gegen die Wahlfälschung, Lügen, Polizeigewalt und fordern den Rücktritt des Machthabers Alexander Lukaschenko. Die kreative Szene in Belarus und im Ausland trägt durch neue weiß-rot-weiße Symbole, kritische Plakate, Performances und digitale Kunst zum Protest bei. Die Ausstellung "Belarus. Art. Revolution" dokumentiert die Wiedergeburt der belarussischen Künstlerszene und präsentiert eine Sammlung von Werken belarussischer und ausländischer Kunstschaffenden, die den Protest auf den Straßen und im Internet begleiten.
AUSSTELLUNG, 25. SEPTEMBER - 15. OKTOBER
Die Sängerin und Produzentin Natalia Kunitskaja aka Mustelide kommt aus Belarus, lebt und wirkt seit ein paar Jahren in Berlin. Am 16. Mai präsentiert sie ihr neues Album "Ginseng Woman", das zu einem der 15 besten Indie Rock Alben 2019 in Russland gekürt wurde. Sie kreiert intelligente Popmusik bestehend aus eingängigen Samples, analogen Synthesizern und Gesang in russischer Sprache.
DJ-SET
2. OKTOBER, 20.00
WINDLICHT
Galina Ozeran aka Chikiss wurde im belarussischen Witebsk geboren und lebt seit 2015 in Berlin. Die experimentierfreudige Sängerin produziert eigene Samples, Effekte und Beats und spielt alle Synthesizer- und Elektronik-Parts live. So entstehen hypnotische Klangkaskaden, die von einem Piano oder einer elektrischen Orgel begleitet werden.
LIVE-ACT
3. OKTOBER, 20:00
WINDLICHT
Film "Ayka" erzählt die Geschichte einer jungen Kirgisin in Moskau. Regisseur Sergey Dvortsevoy beschreibt sein Werk mit den Worten: "Dieser Film handelt nicht nur von den Kirgisen, sondern von Migranten in allen Ländern, von Menschen ohne Rechte". Nach der Filmvorführung folgt das Gespräch über Migration in Osteuropa und Zentralasien
FILM&GESPRÄCH
3. OKTOBER, 18.00-21.00
FILMRAUSCH

Sascha Portyannikova präsentiert eine Soloperformance über die persönliche Erinnerung und ihren Platz in der historischen Erzählung.
ISADORINO GORE
TANZPERFORMANCE
3. OKTOBER, 21:00
FABRIKTHEATER KLEINER SAAL
EASTERN BLOCKS
Informeller Austausch mit den Teilnehmenden der Bildungsreise ACT UP Aktivierung urbaner Peripherie in Osteuropa. Das Projekt ACT UP fördert einen kritischen lokalen Diskurs über die nachhaltige urbane Entwicklung in der Grosswondsidlungen in Belarus, Ukraine, Georgien und Russland. Informationen zum Projekt
DISKUSSION
3. OKTOBER, 19.00
FABRIKTHEATER

Der Strukturwandel der Öffentlichkeit schreitet mit rasender Geschwindigkeit voran. Die autokratischen Regime in Russland und Belarus haben die klassischen Medien monopolisiert und nutzen sie als Propagandainstrumente. Neue Medien bieten neue Chancen auf Zugang zu freien Informationen. Doch sie bergen auch Gefahren: die Öffentlichkeit zersplittert, die Grenze zwischen unabhängiger Berichterstattung und politischem Engagement verschwimmt.

LIgor Kot, Informationsnetzwerk "Tschaj z malinawym warennem", Minsk
Leonid Wolkow, Roskomswoboda / Navalny Live (eingeladen)
Pawel Andreew, Online-Zeitung "7x7. Horizontales Russland", Syktywkar
Olga Dryndova, Belarus-Analysen, Universität Bremen
Pawel Liber, Online-Wahlplattform "Golos", Minsk
Fabian Burkhardt, Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung, Regensburg / Russland-Analysen
Moderator: Volker Weichsel, Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde e.V., Berlin
NEUE MEDIEN IN ALTEN AUTOKRATIEN
DISKUSSION (DE/RU MIT SIMULTANÜBERSETZUNG)
3. OKTOBER, 16:00-18.00
FABRIKTHEATER
ACT & PUNISHMENT
Dokumentarfilm von Evgeny Mitta zur Geschichte der russischen Punkrock-Band “Pussy Riot” (Russland 2015, OmeU, 90’).
FILM&GESPRÄCH
2. OKTOBER, 20.00
FILMRAUSCH
Restaurant Samowar oder Bar Chagall? Russisches Haus, Kino Krokodil oder Kulturplattform Panda-Theater? Marzahn oder Charlottengrad? Was macht das Russische Berlin aus? Wir laden die Festivalgäste zum Mapping-Workshop ein, in dem wir gemeinsam auf der Stadtkarte die Hotspots des russischen Berlins entdecken und nach den Identitäten russischsprachiger Berliner*innen und ihrer Einflüsse auf die Kultur und Politik der deutschen Hauptstadt und in ihren Heitmatländern suchen. Mit:

Dr. Tsypylma Darieva, ZOiS (Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien)
Aleksej Tikhonov, Online-Magazin osTraum
Moderation: Anastasia Puschkarewa, CISR e.V.
MAPPING RUSSKIJ BERLIN
WORKSHOP
2. OKTOBER, 12:30-13.30
FABRIKTHEATER (KLEINER SAAL)
PURE ART / CZYSTA SZTUKA
Der Dokumentarfilm von Maksim Shved ist der Versuch, einen neuen Blick durch die Augen des Streetart-Künstlers Sachar Kudin auf das unbekannte Belarus vor den Protesten zu werfen.
(Poland, Belarus 2019, OmeU, 52')

Aliaksei Paluyan, Regisseur (Berlin/Minsk)
Barbara Anna Bernsmeier, Z/KU, EU-Russia Civil Society Forum
FILM&GESPRÄCH
2. OKTOBER, 18.00
FILMRAUSCH (1.OG)
Informeller Austausch mit den Teilnehmenden des Design Lab Moabit über Hotspots von Moabit und seine Kiezidentität sowie Siebdruck-Station: alle Gäste können ein T-Shirt oder einen Beutel mit einem Moabiter Design bedrucken.
Informationen zum Projekt
DESIGN LAB MOABIT
INFOSTAND & SIEBDRUCK-WORKSHOP
2. - 3. OKTOBER, 15:00-18.00
WINDLICHT
DIE LETZTEN WERDEN DIE ERSTEN SEIN?
Der DRA e.V. und Memorial Deutschland laden die Festivalgäste in die „Fishbowl": Diskutieren Sie gemeinsam mit internationalen Expert_innen zum Thema Elitenaustausch vs. Elitenreproduzierung nach 1989/1991 und bringen Sie Ihre eigenen Gedanken und Erfahrungen mit in die Runde.
PODIUMSDISKUSSION
2. OKTOBER, 18.00-19.30
FABRIKTHEATER
Diskussion in Kooperation mit Quarteera e.V. über Hassverbrechen in Russland und Deutschland anlässlich der Ausstellung “Weschdok" (dt: Beweisstück) von Polina Zaslawskaja. Vernissage: 1. Oktober um 19 Uhr im Rosalux Space, Wriezener Str. 12, 13359 Berlin) mit vorheriger Online-Anmeldung.

Informationen zur Ausstellung
DISKUSSION
2. OKTOBER, 20.00
FABRIKTHEATER
An den ersten Festivaltagen des Red Square Festival 2020 zeigen wir unsere Solidarität mit den Feminist*innen und LGBTIQ*-Aktivist*innen in Osteuropa. Am 28.-29.08. findet die Ausstellung & Soli-Auktion für die russische Aktivistin und Künstlerin Julia Zwetkowa statt, begleitet von Lesungen russischsprachiger Feminist*innen und zwei Dj-Sets. Wegen ihrem Engagement in der Bewegung für Body-Positivity sitzt Julia seit Monaten unter Hausarrest und ca. 3.000 Euro an Bußgeldern zahlen muss. Nun droht ihr bis zu 6 Jahre Gefängnis wegen angeblicher Verbreitung von pornografischen Bildern im Internet.
AUSSTELLUNG, 28.-29. AUGUST
Im Open-Air Kino der Kulturfabrik am ersten Abend des Red Square zeigen wir den Film “Bohnenstange” von Kantemir Balagov. Der junge russische Regisseur Kantemir Balagov erzählt in Dylda voller Intimität von der schmerzlichen Liebe zweier Frauen in Leningrad im Jahr 1945 (130', Russland 2019, OmdU). Die Filmvorführung wird im Rahmen der Soli-Ausstellung für die russische Aktivistin und Künstlerin Julia Zwetkowa stattfinden.
OPEN-AIR-KINO, 28. AUGUST
TICKETS
Online-Tickets sind ausverkauft. Es wird Abendkasse mit einem begrenzten Ticketkontingent geben. Wir gehen aber davon aus, dass auch Tagestickets sehr schnell ausverkauft sind, und empfehlen euch möglichst früh zu kommen. Wir wollen die Teilnahme an dem Festival ermöglichen und werden einige Diskussionen und Konzerte im Zoom und/oder auf unserer Facebookseite live streamen. Mehr Informationen findet Ihr im Programm, in der Beschreibung jeder Veranstaltung mit Kennzeichnung livestream.

Zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie haben wir ein Hygiene- und Schutzkonzept für das Festival entwickelt, über das wir euch vor Ort durch Aushänge umfassend informieren werden. Demzufolge haben wir uns auch dazu entschieden, die Teilnahme an der Veranstaltung mit einer begrenzten Besucherzahl und mit einer Online-Anmeldung einzurichten.
VERANSTALTUNGSORT
Das Festival findet an einem besonderen Ort in Berlin statt — die Kulturfabrik Moabit.

Die ehemalige Nähfabrik wird von einem ehrenamtlichen Team der Bezirks Einwohnern betrieben. Sie veranstalten regelmäßig Konzerte, Filmvorführungen, Theateraufführungen, Festivals und kreative Workshops. Die Kulturfabrik Moabit vereint industriellen Charme mit Berliner Flair, liegt in Moabit und eignet sich somit perfekt für ein multikulturelles Festival. Das Red Square Festival steht für das Konzept des cross-kulturellen Dialogs, der Verbindung von politischer Bildung, Kunst, Engagement und Party und hat in der Kulturfabrik Moabit auch in dieser Hinsicht den idealen Ort für die Veranstaltung gefunden.
Foto: Stephan Brenn
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